Doping

da stimmt die Chemie!

Doping – die Bibliographie

Es sind diverse Bücher zu dem Thema erschienen. Einige habe ich gelesen und ich werde es auch weiterhin tun. Wenn ich aus ihnen zitiere, sollen sie auch erwähnt sein. So geht das nun mal. Ich kann es mir wohl nicht verkneifen, die Bibliographie zu kommentieren.

Jedoch sind natürlich viele Belege im Internet in Form von Artikeln vorhanden, die dann eben verlinkt werden.

Start Bibliographie:

Berendonk, Brigitte: Doping-Dokumente. Von der Forschung zum Betrug. Rowohlt. Reinbek, 1992
Der Klassiker. Sie arbeitete v.a. den Doping-Betrug in der DDR auf und konnte durch diverse Belege den Dopingmissbrauch von etlichen Athleten beweisen.

Franke, Ludwig: Der verratene Sport – Die Machenschaften der Doping-Mafia. Täter, Opfer und was wir ändern müssen. ZS Verlag Zabert Sandmann, 2007
Die Autoren sind der immer wieder erwähnte und erwähnenswerte Werner Franke und Udo Ludwig, letzterer Autor u.a. beim Spiegel. Das Buch ist weniger wissenschaftlich als das Berendonks und der Aufmacher auf dem Cover „Das erste Doping-Aufklärungsbuch“ ist schlichtweg falsch. Aber schon wegen der Franke-Interviews und wegen einem klasse Wolfgang-Schäuble-Foto lesenswert.

Bahrke, Yesalis: Performance-Enhancing Substances in Sport and Exercise. Champaign, IL. Human Kinetics, 2002

Weinreich (Hg.): Korruption im Sport : mafiose Dribblings ; organisiertes Schweigen. Leipzig : Forum Verl. Leipzig, 2006.

Knobbe, Thorsten: Spektakel Spitzensport : der Moloch aus Stars, Rekorden, Doping, Medienwahn, Sponsorenmacht. Münster [u.a.] : Lit, 2000.

Knörzer, Spitzer ud. Treutlein: Dopingprävention in Europa : Grundlagen und Modelle ; erstes internationales Expertengespräch 2005 in Heidelberg. Aachen : Meyer und Meyer, 2006.
Tatsächlich ist Prävention hier das große Thema. Dabei wird von Untersuchungen ausgegangen, dass Doping eben nicht nur ein Phänomen im Spitzensport ist, sondern auch längst im Breitensport. Das Problem auf die Bodybuilderszene zu vereinzeln wird dem Thema nicht gerecht und verharmlost. Das Expertengespräch wurde übrigens, auch wenn es in Heidelberg stattfand nicht von Werner Franke, sondern von den Autoren, namentlich Gerhard Treutlein veranlasst. Letzterer hat schon viele Publikationen zu dem Thema erarbeitet; sein Werk Doping im Spitzensport, 2006, zusammen mit Andreas Singler, will ich als nächstes lesen.

Schumacher, Toni: Anpfiff : Enthüllungen über den deutschen Fussball. München: Droemer Knaur, 1987
Dass einer aus der Fussball-Familie aus der Reihe schlägt, nun, das kann wohl nur der Schumacher, Harald. Schumacher – nein, will keine Namens-Gags, jetzt. Der andere, der das Gesetz der Omerta brach ist Peter Neururer. Beide wurden kategorisch abgestraft. Schumacher konnte zwar nicht mehr Nationalelf #1 sein, aber immerhin noch weitere Jobs finden. Bei Neururer ist das schon schwieriger.

Kindermann, Wilfried; Urhausen, Axel
Plötzlicher Herztod beim Sport : was sich Aktive und Betreuer zu Herzen nehmen sollten. Köln : Sport und Buch Strauß, 1999.

Voet, Willy
Gedopt : der Ex-Festina-Masseur packt aus ; oder: wie die Tour auf Touren kommt. Berlin : Sportverl., 1999. – Einheitssacht.: Massacre à la chaine

Von Massaker sogar spricht Willy Voet, der an der Grenze erwischt wurde und somit den Festina-Skandal 1998 auslöste.

Singler, Andreas; Treutlein, Gerhard: Doping im Spitzensport : sportwissenschaftliche Analysen zur nationalen und internationalen Leistungsentwicklung. Aachen : Meyer & Meyer, Teil 1 – 3., überarb. Aufl. – 2006

400 intensive Seiten – eine unglaubliche Datenfülle, „das … Buch verfolgt das Ziel, die Diskussion zur Dopingproblematik im Hochleistungssport, für die für die ehemalige DDR bereits gesicherte Ergebnisse vorliegen, mit einer mehr auf den Westen zentrierten Untersuchung anzuregen.“ (aus der Einleitung)

Letztlich muss man sagen, dass das Buch nicht in Qualität oder auch Brisanz dem Berendonks nachsteht, aber es hat eben nicht zu solcher Diskussion beigetragen wie es das 1991 durch Berendonk passierte. Die grosse Menge an gesammelten Dokumenten, Zitaten und auch Leistungsdiagrammen kann niemand mehr daran zweifeln lassen, dass es Doping im Spitzensport gibt. Allein glaube ich, dass die meisten Leute es auch leid sind, immer und immer wieder über Doping Berichte zu hören oder gar lesen, diese auch zu differenzieren, einzelnen Sportarten zuzuordenen. Das passiert dann eher zu dem Top-Event Olympia, wo auch ich wieder verstärkt sensibilisiert wurde.

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