Doping

da stimmt die Chemie!

Doping – die News

Verfasst von doping2012 am September 23, 2008

Liebe Leserin, lieber Leser,

ich freu mich ja nach wie vor ganz wie ein Kind, wenn Sie meine Texte lesen! Zur besseren Handhabe noch ein Service. Wenn Sie öfter reinschauen, dann hier, was ich aktualisiert habe. Vielleicht auch News, einzeln, aber dafür ist auch empfehlenswert und ambitioniert:
Cycling4Fans

Aktualisiert am 11.11.08

Doping – die Bibliographie

Aktualisiert am 07.10.08
Doping – Risiken, Nebenwirkungen, Unglücksfälle (NEU!: jetzt mit plötzlicher Herztod!)

Doping – im Fussball

Doping – die Bibliographie

Hinzugefügt am 01.10.08

Doping – die Diskussion

Aktualisiert am 22.09.08
Doping – die Motive
Doping – die Bibliographie
Doping – die Geschichte

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Doping – die Diskussion

Verfasst von doping2012 am Oktober 1, 2008

Doping – freigeben? Eine häufige Forderung, die Sinn zu machen scheint.

„Sollte überhaupt etwas bekämpft werden, was sowieso allgegenwärtig ist? Sollte nicht vielleicht Doping einfach legalisiert werden? Wenn die Sportler dann wie die Fliegen sterben, wird sich vielleicht eher etwas ändern, als durch Verbote, die sowieso nur geschickt umgangen werden und Kriminellen die Taschen voll machen. Und etwas transparent zu machen, mit all seinen Risiken, ist doch vielleicht sinnvoller, als Stillschweigen und Verdrängung.

Und, die Prohibition ist auch gescheitert!“

So schreibt mein Leser Ichbinda, so schreiben auch der geschäftsführende Direktor des Instituts für Sportwissenschaften der Universität Göttingen, Professor Arnd Krüger und wer auch gerne in die Kerbe haut ist Bode Miller. Und es ist auch möglich, Matthias Heitmanns Sicht zu verstehen.
Letztlich denke ich ist das Plädoyer für eine Doping-Freigabe aus nichts anderem als Resignation gewachsen. Und tatsächlich, immer diesselbe Leier, das einerseits ja wir sind gegen Doping und Oh, Mist, wieder jemand erwischt, jetzt müssen aber Strafen her und das andererseits wir sind im Medaillenspiegel abgerutscht nicht zusammen passen, führt zu sowas. Siehe dazu auch Gunter Gebauer, der das bspw. in diesem Interview kennzeichnet.

Letztlich ist hier eine okaye Übersicht. Es geht immer wieder um Argumente, die im Bereich Moral liegen. Der Sport hat eine ethische Verantwortung, alleine derenthalben ist Doping nicht argumentierbar. Dass diese permanent korrumpiert wird, macht die Doping?-Freigeben!-These nicht besser. Dass der Vorbildfunktion nicht gerecht wird ist aber nicht so schlimm, wie dass bei einer Doping-Freigabe eben auch schon Jugendlichen suggeriert wird, dass Doping nicht so schlimm, gar Mittel zum Zweck ist. Dass kann keine Rechtsstaatlichkeit verklausulieren. Dazu kommen neben der (nicht vorhandenen) Definition von Doping im Sinne von Drogen einfach eine ungeheure Menge von Nebenwirkungen, die durchaus letal sein können.
Ein dazu herangeführter Vergleich ist, dass man dann auch die Straßenverkehrsordnung abschaffen könnte, da gegen diese ja auch x-fach pro Tag verstossen wird. …
Und ich ärgere mich auch, dass Doping-Kontrollen als nutzlose Geldverschwendung erscheinen und dass man Fabel-Weltrekorden keinen Heller glauben kann und dass allein irgendwelche Schuhfirmen da erstmal profitieren usw. Aber der Ehrgeiz ist da zu sagen: So nicht!

Oder wenn so, also mit freigegebenem Doping, dann ohne Unterstützung von irgendwelchen Sportmitteln. Kein Geld vom Staat (ginge dann gar nicht), nichts von den Verbänden und auch nichts von Nike etc. Würde es dann so einen Sport wie jetzt noch geben? Wohl kaum. Und darum gibt es weiterhin ein doofdummes Gebaren wie jetzt.

PS
Die Prohibition hat eine Substanz verboten, die wir ja nun mehr oder weniger alle schon mal zu uns nehmen. Aber Gendoping? Willst Du das? Willst Du ne schöne Steroid-Akne oder einen plötzlichen Herztod beim Sport?

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Doping – die Motive

Verfasst von doping2012 am September 15, 2008

Es ist ein grosses Geflecht von Interessen, das das Doping protegiert. An der Spitze steht wohl niemand anderes als der Staat. Wolfgang Schäuble schreibt in der aktuellen Broschüre des Innenministeriums „Partner des Spitzensports“: „Der Sport bietet Chancen zur nationalen und internationalen Repräsentation Deutschlands und ist zudem ein Wirtschaftsfaktor ersten Ranges.“ Deutschland will nicht zuletzt in solch wichtigem Standing wie dem Medaillenspiegel bei Olympischen Spielen vorne mitmischen („Auf der Basis der erfolgreich praktizierten Grundsätze der Sportförderung gelang es Deutschland, die Olympischen Winterspiele in Turin 2006 als erfolgreichste Nation zu beenden. Ein beeindruckendes Ergebnis! In der Saison 2006/2007, das heißt im nacholympischen Jahr, gelang es den deutschen Wintersportverbänden sogar, dieses Ergebnis nicht nur zu halten, sondern den Vorsprung noch weiter auszubauen. Diese Resultate wären ohne die vom Parlament beschlossene Unterstützung aus dem Bundeshaushalt nicht möglich gewesen. Ziel ist es, bei den Winterspielen in Vancouver diese Erfolge zu wiederholen und wieder Wintersportnation Nummer eins in der Welt zu werden. Diese ehrgeizige Vorgabe ist daher auch Leitgedanke der Zielvereinbarungen, die die Wintersportverbände Anfang 2008 mit dem DOSB unter Beteiligung des Bundesministeriums des Innern einvernehmlich abgeschlossen haben.“). Der Beitrag des Staates hat sich auch im Einigungsvertrag zwischen BRD und DDR manifestiert, als Dopingschmieden als erhaltenswerte Sportstätten übernommen wurden.

Sport als Witschaftfaktor ersten Ranges ist so ein gutes Stichwort. Die den Sport benutzende Industrie ist nicht nur auf Trainingsschuhhersteller beschränkt. Im Doping-Zusammenhang fällt mir da als erstes die Pharmabranche ein. Bei der Recherche zu einzelnen Dopingmitteln bin ich immer wieder erstaunt, wie offenkundig einzelne Mittel über und neben der Suchanfrage als Werbung angeboten werden. Gebe ich bspw. „anabole Steroide“ bei google ein, kann ich aus einem reichhaltigen Angebot wählen:
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Das betrifft nun den einzelnen Kunden, aber ein ganzer Verband mit x Mitgliedern ist vermutlich ein interessanterer Kunde.

Die Verbände sind angehalten, Spitzenleistungen von ihren Athleten zu bekommen, um ihrerseits Werbeverträge, aber eben auch Förderleistungen zu bekommen. „Das Bundesinnenministerium förderte im Jahre 2007 insgesamt 50 Bundessportfachverbände mit einem Volumen von rund 41 Millionen Euro.“

Es geht also, klar, in erster Linie ums Geld. Man könnte meinen, es sei ein Problem des Kapitalismus, aber es ist ebenso eine Strukturfrage von Macht. Es ist nicht anders als mafiös zu nennen; nicht zuletzt wird auch immer von der ‘Familie’ gesprochen, die die den Sport betreffenden Belange regelt. Signifikant ist zudem, dass Verbände wie die FIFA, die Milliardenumsätze verzeichnet, als Vereine fungieren, befreit von Steuern und auch von rechtlicher Untersuchung. Nicht umsonst befinden sich die meisten internationalen Verbände in der Schweiz, wo einzelne Kantone sich darum reißen, den jeweiligen Verbänden Haus und Hof zu gewähren. Selbst die WADA sitzt in der Schweiz und ich kann mir den Eindruck nicht verwehren, dass diese sog. Anti-Doping-Strategien oder -Institutionen eben einfach nur ein weiterer Teil der grossen Sportfamilie sind.
(vgl. hierzu auch „Korruption im Sport“ -> siehe Bibliographie)

Sollte es dennoch einmal zu Rechtsprozessen kommen, sind diese meist wirkungslos. Ein hübsches Beispiel dafür hier aus der NZZ, über den EPO-Dottore Francesco Conconi.

Conconi ist auch ein hervorragendes Beispiel für die Verflechtung von Verbänden, Ärzten und nicht zuletzt wirtschaftlichen Interessen, wenn es darum geht, der Öffentlichkeit „wirksame Anti-Doping Maßnahmen“ unterzujubeln. Das IOC, nach Jahren des Verzagens und des Hörensagens, gibt eine Studie über Epo in Auftrag. An wen geht der Auftrag? An Francesco Conconi, den obersten Doper Italiens. (Siehe dazu Interview mit Sandro Donati in der NZZ, dankenswerterweise dokumentiert vom Schwimmverein Limmat Zürich , der ein gutes Doping-Archiv pflegt.)

In dieser Wertschöpfungskette befinden sich selbstverständlich auch die Medien. Insbesondere die Anstalten, die einzelne Wettbewerbe zu Events hochjazzen, brauchen hohe Zuschauerquoten, um die gut dotierten Werbeverträge zu erlangen. Negativmeldungen über Doping mindern das Zuschauerinteresse und sind somit nicht von Belang.

Die Athleten stehen am Ende dieser Kette und können eigentlich nur als Opfer angesehen werden. Selbst Trainer und Ärzte, die Doping verabreichen, sind letztlich „nur“ instrumentalisiert. So wie ich als Fernsehzuschauer eben auch. Folgerichtig wäre, die Glotze nicht mehr einzuschalten. Zumindest so lange wie es keine öffentliche Kontrolle gibt. Dieses Geflecht ist das Gegenteil von transparent. Ich fühle mich betrogen und angeekelt.

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Doping – Risiken, Nebenwirkungen, Unglücksfälle

Verfasst von doping2012 am September 10, 2008

Es gibt wohl zwei Herangehensweisen, Doping zu sich zu nehmen. Die erste ist die unbewusste, vom Trainer verordnete. Diese ist in der DDR gängig gewesen. Die zweite ist die kalkulierende, Doping zu sich zu nehmen, um eben bewußt eine Leistungssteigerung zu erringen.
Kriminell sind beide, perfider ohne Zweifel die erste. Aber nicht nur kriminell, sondern auch hochgradig gesundheitsgefährdend. Denn es gibt wohl unter Doping – die Mittel keine Substanz, die ohne Nebenwirkung ist. Gravierend ist, dass die meisten Mittel auch noch kombiniert werden. Teils, um ein Mittel zu kaschieren, teils aber auch, um eine noch höhere Leistung zu erzielen. Letztlich sind die Athleten aber doch Sportler und keine Ärzte. Zu bedenken gilt auch, dass die meisten Substanzen, so wie Drogen das nun an sich haben, eine Abhängigkeit bewirken, die psychisch und physisch sein kann.
Die Virilisierung bei der Einnahme von Steroiden war bei weiblichen Athleten wohl eher unerwünscht. Bodybuilder hingegen schätzen den Effekt ja durchaus. Die Vermännlichung ist aber nicht der einzige Effekt. Steroide werden über Leber und dann Galle ausgeschieden. Hochgradig gefährdet ist also die Leber, Krebserkrankungen sind möglich. Sehr bekannt ist die sog. Steroid-Akne, die nicht nur im Gesicht, sondern auch im Hals-, Nacken-, Brust- und Rückenbereich schwer grassieren kann und heftige Narben hinterlässt, bzw. erst durch weitere Medikamentierung behandelt werden kann. Anabole Steroide haben Einfluß auf die Blutfettwerte, auf den Blutkreislauf und den Herzmuskel. Eine Thrombose in Herznähe kann dann schon mal lebensgefährlich werden. Darüber hinaus ist indiziert, dass die meisten Dopingmittel eine kardiale Nebenwirkung haben.
Und nun sind diese synthetischen Testosteronstoffe auch noch psychotrop, wofür sie übrigens ursprünglich auch hergestellt wurden, Soldaten sollen leistungsfähiger aber auch aggresiver sein! Aggressivität kann aber nicht immer ein gewünschter Effekt sein. Weiter sind beschrieben Depressionen bis hin zu Suizidgedanken.

Zu den kardialen Nebenwirkungen. Ein Hinweis auf Einnahme von Doping kann auch das Auftreten des sog. Plötzlichen Herztods sein. Dieses Phänomen ist bekannter von Fans als von Hochleistungssportlern: der wortwörtlich mitfiebernde Fan kann die Spannung nicht mehr ertragen… Dass sich aber eine gewaltige Reihe von Fällen im Spitzensport, namentlich im Fussball ereigneten lässt doch aufhorchen. Junge Männer im Zenit ihrer Kräfte, Vollprofis mit Ernährungsplan und allem pipapo brechen einfach so zusammen. Ohne Fremdeinwirkung. Wiederbelebungsversuche nutzlos. Oder aber doch, als am 29.08.08 beim Spiel Karlsruher SC gegen den 1. FC Köln der Kölner Spieler Ümit Ozat zusammenbricht, aber alle sehr aufmerksam reagieren. Herrlich, wie dann die Bild-Zeitung titelt: War Karies schuld?
Aber tatsächlich ist die Bedeutung des plötzlichen Herztods den Beteiligten bewusst. Dr. Wilfried Kindermann ist Autor des Buches „Plötzlicher Herztod: Was sich Aktive und Betreuer zu Herzen nehmen sollten“ und kommt zu der Aussage: „Todesfälle beim Sport in den 90er Jahren werden immer wieder in Zusammenhang mit dem Mißbrauch von Anabolika, Wachstumshormon und Erythropoietin (EPO) diskutiert. Die Beweislage ist im Einzelfall schwierig. Solange Dopingsubstanzen in Körperflüssigkeiten nicht nachgewiesen werden, bleiben die Diskussionen spekulativ. Obduktionen können zur Aufklärung beitragen, die Zusammenhangsfrage wird aber nicht immer eindeutig zu beantworten sein, da auch andere Einflüsse oder Risikofaktoren berücksichtigt werden müssen.“
Ja so sieht’s aus. Wurde je einer der verstorbenen Sportler obduziert, bzw. ein Obduktionsbericht veröffentlicht? Wohl kaum.

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Doping – im Fussball

Verfasst von doping2012 am September 9, 2008

„In der Bundesliga hat Doping seit langem Tradition“ (Schumacher)

Dies ist wohl das größte Wespennest, das ich anfassen will. In Gesprächen mit Freunden ist die Mehrzahl überzeugt, dass Doping im Fussball nicht der Fall ist. Als Argumente dagegen werden aufgeführt: „Mannschaftsportart“ und „zu technische Disziplin“, nach dem Motto die höchsten Ligen sind von den besten Technikern durchdrungen, die ja schon so gut sind, dass sie Doping gar nicht nötig haben.

Ich behaupte das Gegenteil. Fussball ist wie alle anderen Sportarten eben gerade im Spitzenbereich voller Doping. Wespennest trifft auch zu, da ich mit der These eben schon der schlimmstmögliche Nestbeschmutzer bin. Der normale Fan will ja nun überhaupt nicht wissen, dass sein Verein, sein Lieblingsfussballer eventuell abhängig von Doping ist. Ich bin selbst seit ewig riesiger Fussball-Fan, vor allen anderen Sportarten, wie Millionen andere, aber die heilige Kuh Fussball muss auch mal vom Eis.

Belege folgen. Hört sich so wichtigtuerisch an. Hier schon mal zwei:

Die «Alte Dame» gedopt
Die Fussballspieler von Juventus Turin jahrelang
systematisch mit EPO versorgt

ph. Die grosse Squadra von Juventus Turin mit Vialli, Roberto Baggio, Del Piero und Zidane ist in den neunziger Jahren systematisch gedopt worden. Die jetzt veröffentlichte schriftliche Begründung des Urteils gegen den Teamarzt Ricardo Agricola, der am 26. November 2004 in Turin mit 20 Monaten Gefängnis bestraft wurde, deckt auf, wie der Dottore die gesamte Mannschaft der «Alten Dame» ohne medizinische Indikation mit EPO, mit Unmengen von nicht verbotenem Kreatin und mit dem Schmerzmittel Voltaren aufpäppelte. Agricolas Apotheke umfasste 281 Medikamente und hätte zur «Versorgung einer Kleinstadt» ausgereicht, wie ein Sachverständiger sagte. In der untersuchten Zeitspanne von 1994 bis 1998 gewann Juventus drei Meistertitel und 1996 die Champions League. Parallel dazu sabotierte damals das nationale Kontrolllabor in Acquacetosa sämtliche Dopingproben aus der Serie A, sie wurden ungeöffnet weggeworfen.

Mit der Augenwischerei ist es nun vorbei. Der Fall Juventus belegt, dass im Fussball nach medizinischer Strategie gedopt wird, wie in Radrennställen und in der Leichtathletik, und nicht nur versehentlich Einzeltäter ertappt werden – auch wenn der Fifa-Generalsekretär Urs Linsi unlängst noch schwadronierte, «es» bringe nichts. Der Turiner Einzelrichter Casalbore hielt es für «wahrscheinlich», dass der Juventus-CEO Giraudo in die Affäre verwickelt oder zumindest Mitwisser war, «schon wegen der hohen Pharmapreise». Aber den schlüssigen Beweis dafür konnte er nicht liefern. Hingegen droht den Spielern ein Prozess wegen Falschaussage. Zum Handeln gezwungen gegen den mächtigsten Klub Italiens werden endlich auch der italienische Fussballverband, der bisher respektvoll zugeschaut hat, sowie der Europäische Fussballverband. Denkbare Sanktionen wären die Aberkennung der Titel und nachträgliche Sperren der noch aktiven Fussballspieler, möglicherweise auch ein Punkteabzug in der nächsten Meisterschaft. Oder Schwamm drüber wegen Verjährung.26. Februar 2005, Neue Zürcher Zeitung

Zweiter Fall:

Josep Guardiola, der frische neue Trainer vom FC Barcelona, hat wie Jaap Stam, Edgar Davids, Christophe Dugarry, etc Ende der 1990er mit Nandrolon gedopt. Lesen Sie bspw hier dazu mehr.

Auch der Spiegel glaubt an weitere Fälle (hier), aber vielleicht bröckelt es mal, nur einen Einsturz der Mauer wird es nicht geben. Kann es nicht geben. Darf es nicht geben.

Dritter Fall:
Vielleicht einer der spannendsten. Es geht um Olympique Marseille, das Ende der 1980er, Anfang der 1990er eines der stärksten Teams Europas war. Präsident Bernard Tapie war nicht nur sehr erfolgreich, sondern auch sehr erfahren. Mit dem angesammelten Geld stellte er eine Spitzen Mannschaft zusammen, die 1993 den Europapokal der Landesmeister gewann (hieß damals gerade noch nicht Champions League). Eben vor diesem Finale wurden alle Spieler angehalten, sich einer Injektion zu unterziehen, nur Rudi Völler weigerte sich. So weit diese Geschichte. Völler kann sich an nichts mehr erinnern, aber Tony Cascarino, der von 1994-1997 bei Marseille spielte, schreibt, dass Injektionen zur Praxis gehörten. Interessant ist, dass Tapie laut diesem Bericht selber gedopt war, nun kam er aber auch vom Radsport. Gewisse Erfahrungen können zur Sucht werden!

Eine gute Übersicht über den bisherigen Wissenstand gibt aber auch Thomas Kistner in seinem prämierten Artikel Spritzensport Fussball.

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Doping – die Personen (Nicht-Athleten)

Verfasst von doping2012 am September 9, 2008

In dem Gefüge Doping geht es in erster Linie um die Athleten. Die erste Frage lautet meist: „War er/sie gedopt?“ Natürlich ist es unheimlich interessant zu spekulieren, ob Mister 1000-Goldmedaillen gedopt ist, aber nicht weniger interessant ist, wer dahinter steckt. Wer sind die Trainer? Die Ärzte? Die das System billigenden Funktionäre?

Ebenso sollten die Personen, die tatsächlich etwas gegen das Doping unternehmen genannt werden.

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Doping – die Geschichte

Verfasst von doping2012 am September 9, 2008

Hier wird nicht alles bis zum Jahr annosoundso runtergebetet. Aber einige Fälle sind evident für das aktuelle Geschehen, andere belegen, dass es früher schon so war, heute so ist und auch morgen sich nicht viel ändern wird. Einige Fälle sind in den einzelnen Artikeln schon dokumentiert.

Dass beim Sport ein Wettkampf stattfindet ist ja eigentlich klar. Sportler messen sich mit anderen; wer ist schneller, kann höher springen, mehr Tore erzielen etc. Wettkampf lässt linguistisch im Grunde darauf schliessen, dass das Wetten schon immanent ist. Aber hier soll es nun ja nicht um Wettbetrug, sondern um Manipulation mittels Doping gehen.

It has been argued that the first instance
of doping occurred in the Garden of Eden
when Adam and Eve ate the forbidden
fruit to gain godlike powers. (Bahrke and
Yesalis, 2002).

Antike Mittel waren wohl mehr in dem Bereich Aphrodisiakum zu suchen. Die Story von Stierhoden u.ä. ist dann aber doch asbach uralt. Die Geschichte von Berserkern kann ich auch noch mal recherchieren.
In der Neuzeit, also mit der Aufklärung werden erste Spuren des Dopings nachweisbar. Sicher ist, dass Soldaten Substanzen verabreicht wurden, um Ihnen verschiedene Begleiterscheinungen (Hunger, Kälte, Müdigkeit, Angst und nicht zuletzt Schmerz) vergessen machen zu lassen. Selbstverständlich sind Soldaten dabei auch als menschliche Versichskaninchen schon immer missbraucht worden. Siehe dazu auch den Einsatz von anabolen Steroiden bei Doping – die Mittel. Kokain war seit spätestens dem 19. Jahrhundert in Europa bekannt und auch dessen Wirkung. Noch früher wurde Morphium isoliert, „lustigerweise“ wurde Kokain tw. zur Behandlung der Morphinsucht verwendet. Die Wirkung dieser bekannten Drogen kann auch Sportlern nicht verborgen geblieben sein.
Aber wann kam Doping beim Sport in der Neuzeit erstmals zum Einsatz? Nachweisbar?
Belegt ist die Brandy-Strychnin-Geschichte vom Marathon der Olympischen Spiele 1904.
Interessant finde ich erste Hinweise zu Doping bei Sechstage-Rennen der Radfahrer. Hier ist, denke ich, auch schon eine gewisse Akzeptanz gewachsen. Warum Leute es allerdings interessant finden, wenn Sportler ständig im Kreis fahren habe ich schon bei der Formel 1 nie verstanden, anyway das Sixdays-Publikum hatte Verständnis für Hilfsmittel der Fahrer, wie sollen die das denn sonst aushalten? Ganz hübsch dazu dieser Bericht eines Bahnarztes aus früheren Tagen.

Da in verschiedenen Publikationen die reine Geschichte des Dopings bereits abgehandelt wurde, will ich lieber noch weitere andere Hinweise geben. Hier nun ein weiterer zum Thema Verständnis für Doping. In der FAZ vom 17.07.1998 (der Festina-Skandal zieht seine Kreise) heißt es:

„Schlimm für den Radsport ist, das man das Schlimmste unbesehen glaubt. Denn der Einsatz von Dopingmitteln ist zwar moralisch provozierend, aber medizinisch plausibel. Wer sich 21 Etappen über 3850 Kilometer quält und zwischendurch nur einen Ruhetag, der muss die Strapazen im Sattel mildern. Wie schafft man das? Anbetung und Argwohn haben die gleiche Quelle: modernes Gladiatorentum. Die Tour de France ist eine Tortur, die jeden normalen Menschen zugrunde richten würde, aber auch austrainierte Athleten überfordert – falls sie nicht nachhelfen. Die Grenze zwischen Substitution und dem raschen Ersatz von schnell verbrauchten Energien, und Doping, der unphysiologischen Leistungsförderung, sind fließend. Von Wasser und Brot, von Bananen und Schokoriegel allein kann der Radprofi nicht leben und schon gar nicht siegen.“ (Zitiert nach Knobbe, 2000)
Vermutlich ist eine Chronologie sinnvoll (wann war nochmal… was?).

Ist im Aufbau! Schauen Sie wieder rein! Danke!
Muss ich mal sehen.

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Doping – die Tests

Verfasst von doping2012 am September 9, 2008

Das Erstaunliche ist doch, dass Spitzensportler (die nun auch durch beispielweise unglaubliche Leistungen) behaupten, es sei ja völlig unmöglich, dass sie gedopt seien, da sie diverse Tests vor, während, nach den Wettkämpfen absolviert haben.

Bekannte Betrugsmodelle direkt beim Dopingtest waren Fremdurin entweder durch Katheder, durch Vaginalkondom oder auch einfach weil die Sichtkontrolle gar nicht stattfindet. Einen filmischen Beweis für diese Schludrigkeit liefert der Film „Sommermärchen“ zur Fussball-WM 2006: Oliver Neuville kann nicht pinkeln, wenn ihm jemand dabei zusieht. Also darf er allein auf die Toilette.

mit Urin!

mit Urin!

Dem guten alten Donike wurden in der Krabbe, Breuer Zeit drei verschiedene Urinproben vorgebracht, die von je einer Athletin stammen sollten. Tatsächlich war es das Urin ein und derselben Person, höchstwahrscheinlich keiner Athletin.

Werner Franke auf die Frage:

Angenommen, ich nehme als Sportler Wachstumshormon oder IGF-1 oder Epo, und die Welt-Anti-Doping-Agentur Wada lässt nun plötzlich doch einen Test zu, den ich und mein Dopingberater noch nicht kennen. Gibt es so etwas wie die Pille danach, die hundertprozentige Sicherheitsmethode?

Franke:

So etwas existiert. Dopingarzt Fuentes sah dafür das „polvo rojo“ oder das „polvo blanco“ vor, das rote oder das weiße Pulver. Die Sportler, die er betreute, hatten ein solches bei sich, etwa in einem winzigen Faltpapierstückchen in der Trikottasche, in einem Pflaster oder sonst irgendwo am Körper versteckt. Kurz vor Abgabe der Urinprobe lässt der Getestete etwas von diesem Pulver an seinem Finger haften und lenkt dann den Harnstrahl kurz über diesen in den Becher. Das Gemisch der darin enthaltenen Eiweiß abbauenden Enzyme, sogenannte Proteasen, zerstört dann so gut wie alle Peptidmoleküle im Urin. Dopinganalytiker können anschließend nichts mehr feststellen, sogar die körpereigenen Proteine nicht mehr. Enzympräparate, die rasch Dopingmittel abbauen können, gibt es auch in Form von kleinen Körnern, die man sich vor der Urinprobe in die Harnröhre steckt und sie dann mit dem Strahl abgibt.

(entnommen Franke, Ludwig: Der verratene Sport – Die Machenschaften der Doping-Mafia. Täter, Opfer und was wir ändern müssen. ZS Verlag Zabert Sandmann, 2007)

Hier folgende Unterpunkte:

  • Dopingtest, wie läuft das ab?
  • Eine etwas merkwürdig illustrierte Vorgehensweise ist bei www.dopinginfo.ch beschrieben.

  • Blut- oder Urintest? Wann was?
  • Urintests sind der Standard, Bluttests sind erst lt. http://www.dshs-koeln.de/biochemie/ (ist identisch mit www.dopinginfo.de) seit dem Jahr 2000 ausgeführt worden, da im Urin bspw. EPO nicht nachweisbar war/ist. So weit ich momentan im Wissensstand bin, ist der einzige verlässliche Nachweis von den wirklich argen Dopingmethoden der, Blutbilder der einzelnen Athleten festzustellen und dann bei neuerlichen Kontrollen die Ergebnisse mit dem schon vorhandenen Bild abzugleichen. Natürlich kann man schön weiter Urin sammeln, durch die Welt zu geheimen Orten und vertrauenswürdigen Laboren fliegen, allein bringen wird es nicht so viel.

  • Die Labore, wo sind sie? Kann man ihnen trauen?
  • Die für den Spitzensport relevante Anti-Doping-Institution ist die 1999 vom IOC ins Leben gerufene WADA. Davon gibt es nationale Töchter-Agenturen. Zumindest ist die WADA verantwortlich für die Akkreditierung von Doping-Test-Laboren und sie listet diese hier auf. Von den einzelnen Laboren wird hier noch gesprochen werden. Interessant dazu der Artikel von Jens Weinreich. Das Minsker Nationalbüro ist noch nicht gelistet. Dafür aber das polnische. Dazu hat Werner Franke wieder eine Anekdote über Julia Nesterenko, der Olympiasiegerin von 2004.

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Doping – die Mittel

Verfasst von doping2012 am September 8, 2008

  1. Substanzen (bzw. „Wirkstoffe“)
  2. Methoden
  3. Bei bestimmten Sportarten verbotene Substanzen/“Wirkstoffe“

Die Kategorisierung erfolgt nach der Verbotsliste der WADA, der Welt-Anti-Doping-Agentur, deren deutscher Ableger, die NADA, die jährlich aktualisierte Liste auch auf deutsch übersetzt.

Ich persönlich mag den Begriff „Substanz“ lieber, er klingt neutraler, nebulöser; so wie Doping halt ist.

zu 1. Substanzen (bzw. „Wirkstoffe“) gehören:

  • Anabol-androgene Steroide (AAS)

Geläufiger ist die Bezeichnung ‘anabole Steroide’, da bei der Einnahme der anabole Effekt der erwünschte ist. Vereinfacht gesagt bedeutet dies einen aufbauenden Effekt in der Eiweiß-/Muskelstruktur, mit gleichzeitiger Verringerung von Körperfett. Athleten, die im Training stehen, erzielen eine erhebliche Leistungsföderung auch dadurch, dass sie weniger Ruhephasen benötigen. Die unerwünschte androgene Nebenwirkung wird bei einem Überkapitel ‘Risiken/Nebenwirkungen/Unglücksfälle’ auftauchen.

Ein Steroid ist eine biologisch wichtige organische Verbindung; das kann also Gallensäure sein, aber hier geht es immer um Testosteron.

Anabolika haben das Doping über Jahrzehnte dominiert. Die an den Körpern absehbaren Folgen, namentlich Virilismus, also Vermännlichung, ist -denke ich- bekannt.
Das Testosteron-Doping ist seit Anfang der 1970er verboten, es fehlte allerdings an genauen Nachweismethoden. Erst 1983 wurde durch Manfred Donike ein Verfahren entwickelt, das bis heute angewendet wird. (Dazu später mehr bei ‘Tests’ und ‘Personen’)

Das Verbot von solch synthetisch hergestellter Steroide heißt nicht, dass es die Stoffe nicht (mehr) gibt. Die Substanzen sind beispielsweise über das Internet bestellbar und werden exemplarisch in der Bodybuilder-Szene auch privat nach wie vor eingesetzt. Folgende Stoffe sind immer wieder aufgetaucht:

* Oral-Turinabol (das DDR-Doping-Mittel)

* Nandrolon

* Metandienon

* Stanozolol (Ben Johnson)

* Metenolon

(entnommen http://de.wikipedia.org/wiki/Anabole_Steroide)

Nicht zu den Anabolika, aber dennoch in dieser Gruppe subsumiert wird das bekannte

* Clenbuterol (Kathrin Krabbe), sowie

Tibolon, Zeranol, Zilpaterol.

Die nächste wichtige Wirkstoffgruppe ist die der

  • Hormone und verwandte Substanzen,

dazu gehören

* Erythropoietin (EPO) (das Fahrrad-Doping der 1990er, war zwischenzeitlich nachweisbar, allerdings gibt es Nachfolge-Epo-Produkte, die es nicht mehr sind. Der Wikipedia-Artikel dazu ist übrigens wirklich empfehlenswert.)

* Wachstumshormone (Human Growth Hormone, mit Unterkategorisierung von Insulin-ähnlicher Wachstumsfaktor (IGF-1), sowie Somatotropin

* Gonadotropine (zum Beispiel Luteinisierende Hormon, humaneChorionGonadotropin)

* Insuline

* Kortikotropine

Zu diesen fünf Gruppen gibt es hier eine gute Seite.

Weiter geht’s! Nicht schlappmachen, das dürfen die Spitzenathleten auch nicht!

* Beta-2-Agonisten (Hier gehört Clenbuterol wohl auch dazu, nun, leistungssteigernd soll es wirken)

* HORMON-ANTAGONISTEN und -MODULATOREN

1. Aromatasehemmer; dazu gehören unter anderem Anastrozol, Letrozol, Aminogluthetimid, Exemestan, Formestan, Testolacton.

2. Selektive Östrogen-Rezeptor-Modulatoren (SERMs); dazu gehören unter anderem Raloxifen, Tamoxifen, Toremifen.

3. Andere antiöstrogene Wirkstoffe; dazu gehören unter anderem Clomiphen, Cyclofenil, Fulvestrant.

4. Wirkstoffe, welche die Myostatinfunktion(en) verändern, dazu gehören unter anderem Myostatinhemmer. Myostatin ist ein körpereigenes Protein, das verknappt gesagt das Muskelwachstum hemmt. Dreht man dieses Hemmnis um, kann das Muskelgewebe vermehrt Zellen bilden. Es handelt sich hierbei im Grunde ebenfalls um Gendoping, da eine genetische Veränderung vorgenommen wird. Wie weit das möglich ist, ist spekulativ. Sicher ist nur, dass ein Nachweis in einem Dopingtest kaum möglich ist.

* DIURETIKA UND ANDERE MASKIERUNGSMITTEL Maskierungsmittel sind verboten. Dazu gehören Diuretika, Epitestosteron, Probenecid, Alpha-Reduktase-Hemmer (zum Beispiel Finasterid, Dutasterid), Plasmaexpander (zum Beispiel Albumin, Dextran, Hydroxyethylstärke) und andere Wirkstoffe mit ähnlicher/n biologischer/n Wirkung(en). Zu den Diuretika gehören Acetazolamid, Amilorid, Bumetanid, Canrenon, Chlortalidon, Etacrynsäure, Furosemid, Indapamid, Metolazon, Spironolacton, Thiazide (zum Beispiel Bendroflumethiazid, Chlorothiazid, Hydrochlorothiazid), Triamteren und andere Wirkstoffe mit ähnlicher chemischer Struktur oder ähnlicher/n biologischer/n Wirkung(en) (ausgenommen Drosperinon, das nicht verboten ist).

Allein für diesen Dschungel an Stoffen jeweils einen Nachweis zu finden ist innert einer Blut-/Urinprobe eher unwahrscheinlich.

zu 2. Methoden (etwas überschaubarer)

* ERHÖHUNG DES SAUERSTOFFTRANSFERS Folgende Methoden sind verboten:

1. Blutdoping einschließlich der Anwendung von eigenem, homologem oder heterologem Blut oder Produkten aus roten Blutkörperchen jeglicher Herkunft. (nachdem EPO nachweisbar wurde, ist die Methode beim Fahrrad-Team Telekom benutzt worden. Siehe dazu den Untersuchungsbericht (pdf)) der Uniklinik Freiburg, die in Westdeutschland wohl über Jahrzehnte maßgeblich für das Doping im Spitzensport war.

2. Die künstliche Erhöhung der Aufnahme, des Transports oder der Abgabe von Sauerstoff, unter anderem durch Perfluorchemikalien, Efaproxiral (RSR 13) und veränderte Hämoglobinprodukte (zum Beispiel Blutersatzstoffe auf Hämoglobinbasis, Mikrokapseln mit Hämoglobinprodukten).

* CHEMISCHE UND PHYSIKALISCHE MANIPULATION

1. Verboten ist die tatsächliche oder versuchte unzulässige Einflussnahme, um die Integrität und Validität der Proben, die während der Dopingkontrollen genommen werden, zu verändern. Hierunter fallen unter anderem die Katheterisierung, der Austausch und/oder die Veränderung von Urin. (klingt nach Schulbubi-Methoden, ist aber alles schon vorgekommen)

2. Verboten ist die intravenöse Infusion. In einer akuten medizinischen Situation, in der diese Methode für notwendig erachtet wird, wird eine rückwirkende Ausnahmegenehmigung zur therapeutischen Anwendung gefordert.

* GENDOPING

Womöglich das spannendste Feld. Wenig bekannt, überhaupt nicht nachweisbar. Einzig Repoxygen tauchte da bislang auf. Allerdings wird Epo nun eben auch genetisch eingesetzt! Einen Einblick bietet dieser Artikel auf faz.net.

Puh und nun noch ein paar im Wettkampf verbotene Wirkstoffe und Methoden:

  • Stimulanzien

Adrafinil, Adrenalin , Amfepramon, Amiphenazol, Amphetamin, Amphetaminil, Benzphetamin, Benzylpiperazin, Bromantan, Cathin , Clobenzorex, Cocain, Cropropamid, Crotetamid, Cyclazodon, Dimethylamphetamin, Ephedrin , Etamivan, Etilamphetamin, Etilefrin, Famprofazon, Fenbutrazat, Fencamfamin, Fencamin, Fenetyllin (ebenfalls ein Amphetamin-Derivat. Es ist in Deutschland unter dem Namen Captagon bekannt. Peter Neururer behauptete, dass dies ein häufig verwendetes Mittel im Profifussball war{?}. Zumindest ist unter den Nebenwirkungen auch hier eine besondere Beanspruchung des Herzens bekannt), Fenfluramin, Fenproporex, Furfenorex, Heptaminol, Isomethepten, Levmethamfetamin, Meclofenoxat, Mefenorex, Mephentermin, Mesocarb, Methamphetamin (D-), Methylendioxyamphetamin, Methylendioxymethamphetamin, p-Methylamphetamin, Methylephedrin, Methylphenidat, Modafinil, Nicethamid, Norfenefrin, Norfenfluramin, Octopamin, Ortetamin, Oxilofrin, Parahydroxyamphetamin, Pemolin, Pentetrazol, Phendimetrazin, Phenmetrazin, Phenpromethamin, Phentermin, 4-Phenylpirazetam (Carphedon#), Prolintan, Propylhexedrin, Selegilin, Sibutramin, Strychnin, Tuaminoheptan
#Carphedon, das Kosmonauten-Doping russischer Schule, das nach dieser Kategorisierung lediglich im Wettkampf verboten ist, ist also ein Aufputschmittel, das kurze Zeit nach Einnahme nicht mehr nachweisbar ist.
Cocaine, ja kann nicht alles übersetzt werden, mach ich ja auch nicht, aber Strychnin? Nun…
Konnte ich mir nicht vorstellen, dass mit Rattengift gedopt wird. Wurde aber schon! Welche Skrupellosigkeit im Doping herrscht.., nun bei der englischen Wikipedia ein Beleg.

  • Narkotika

Buprenorphin, Dextromoramid, Diamorphin (Heroin), Fentanyl und seine Derivate, Hydromorphon, Methadon, Morphin, Oxycodon, Oxymorphon, Pentazocin, Pethidin

  • Cannabinoide
  • Glukokortikosteroide (Bezeichung für Medikamente mit dem Inhaltsstoff Cortison)

Dann kann ich im Training eigentlich, naja, mal so, hmmm…

Jetzt abschließend zu 3. Bei bestimmten Sportarten verbotene Substanzen/“Wirkstoffe“

  • Alkohol (macht ja Sinn bei Motor-/Luftsport etc.)
  • Betablocker (in Disziplinen, die eine hohe Konzentration und präzise Bewegungen erfordern)

Reicht erstmal
Erstmal.
Einige Substanzen sind hier nicht gelistet. Es werden in Zukunft auch nicht weniger werden, aber einige habe ich vergessen, oder nicht subsumiert. Zum Beispiel:
* Tetrahydrogestrinon (THG)
THG geriet über den Balco-Skandal in die Medien, dieser Artikel gibt schon mal einen ganz okayen Überblick.

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Doping – eine Übersicht

Verfasst von doping2012 am September 8, 2008

Das Thema ist natürlich durch die gerade beendeten Olypischen Spiele virulent. Es ist allerdings dauerhaft aktuell. Ich möchte mit diesem Blog einen Überblick verschaffen und den Sportfans, so wie ich schon immer einer war, vor Augen führen, dass es höchst unrealistisch ist, an ungedopten Sport im Spitzenbereich zu glauben. Hinter dem Thema Doping steckt eine sehr unheimliche Struktur, die in die höchsten Gremien reicht, aber letztlich auch von den Steuerzahlern unterstützt wird. Da wir Sportfans also permanent betrogen werden und eben das spürbar ist, soll mit diesem Blog hinterlegt werden, welche Strukturen es gibt, welche Mittel es gibt, wie die Geschichte des Dopings aussieht etc.

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